Ambulanter Kathetereingriff – Ihr Behandlungstag im Überblick

Ambulanter Kathetereingriff – Ihr Behandlungstag im Überblick

Viele Gefäßbehandlungen können heute ohne Krankenhausaufenthalt ambulant durchgeführt werden. Der Behandlungstag als ambulanter Patient ist dabei klar strukturiert und patientenfreundlich organisiert. Nachfolgend zeigen wir den beispielhaften Ablauf von Diagnostik und Therapie bei einer arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK).

Diagnostik

Nach der Überweisung durch Ihren Haus- der Facharzt erfolgen verschiedene Untersuchungen zur Findung der Krankheitsursache (Diagnostik). Diese Verfahren umfassen:

Erstgespräch

Initiale Besprechung mit der Ärztin/dem Arzt.

Untersuchung

  • Funktionsuntersuchungen (Ultraschall; Puls- und Blutdruckmessungen, Beinvolumenmessungen mit Manschetten etc.),
  • Ultraschalluntersuchung
  • ggfs. Blutentnahmen zur Untersuchung des Blutbildes, Blutfettspiegels, des Blutzuckers etc.,
  • ggfs. Magnetresonanztomographie (MRT) der Gefäße (in einer Praxis für Radiologie),

Diagnose

  • Besprechung der Diagnose und Planung der weiteren Schritte,
  • Aufklärung über die evtl. erforderliche Kathetertherapie (meist in der Praxis) oder eine Gefäßoperation (ambulant in der Praxis für Gefäßchirurgie oder stationär in der Klinik),

Bedenkzeit

Sie haben mindestens 24 Stunden Bedenkzeit vor jedem Gefäßeingriff; eine Informationsmappe können Sie in Ruhe mit Ihren Angehörigen zu Hause besprechen.

Ambulante angiologische Kathetereingriffe

Ambulante Katheter- und Veneneingriffe ermöglichen eine schonende und moderne Gefäßtherapie ohne langen Klinikaufenthalt. Wenn Sie sich für einen ambulanten angiologischen Eingriff entschieden haben, erfolgt die Behandlung nach einem klar strukturierten und sicheren Therapieablauf.

Aufnahme

Sie lassen sich durch Angehörige bringen oder kommen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, und werden ambulant aufgenommen.

Eingriff

  • Der Kathetereingriff erfolgt mit örtlicher Betäubung (kleiner Stich) meist der Leistenbeuge (selten der Ellenbeuge) und dauert ca. 30-45 Minuten.
  • Sie können während des Eingriffes an einem Monitor die Tätigkeit der Ärztin bzw. des Arztes verfolgen und Musik hören.
  • Die Gefäßbehandlung erfolgt mit dünnen Metalldrähten, Plastikschläuchen (Kathetern), Röntgenkontrastmittel, Ballonkathetern, Gefäßstützen (Stents) und anderen Verfahren
  • Das punktierte Gefäß wird sicher verschlossen und ein Druckverband wird angelegt

Ruhephase

  • Sie können sich im Patientenbett ausruhen, essen, trinken, schlafen, fernsehen etc.,
  • Ca. vier Stunden nach Abschluss der Untersuchung können Sie sich anziehen und es erfolgt der liegende Krankentransport nach Hause.
  • Zu Hause schonen Sie sich und können jedoch in der Wohnung herumlaufen.

Kontrolle und Reha

  • Sie erhalten Termine zu Kontrolluntersuchungen und am Folgetag nimmt die Praxis telefonischen Kontakt mit Ihnen auf und erfragt Ihr Befinden.
  • Ist ein Gefäß aufgeweitet bzw. mit einer Gefäßstütze (Stent) behandelt worden, so merken Sie die Verbesserung beim Laufen meist bereits am nächsten Tag.
  • Ihnen wird immer auch die Möglichkeit zur ambulanten Rehabilitation angeboten (Herzhaus).

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